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Kaffeesatz als Dünger

Spanier sind vielleicht nicht die größten Kaffeekonsumenten der Welt, aber eine Studie der International Coffee Organization aus dem Jahr 2017 ergab, dass sie nicht einmal unter den Top 20 waren.

Aber sie haben sicherlich die gleiche Leidenschaft und Tradition für Cafés wie ihre mediterranen Kollegen.

In Spanien werden laut dem spanischen Kaffeeverband 170.000 Tonnen Rohkaffee pro Jahr oder 599 Tassen pro Einwohner konsumiert. Dabei landet der Kaffeesatz meist auf dem Müll. Dass man Kaffeesatz als Dünger verwenden kann, werden die meisten Hobbygärtner wissen. Doch gerade, wenn man erst seit kurzer Zeit einen heimischen Garten hat, hat man vielleicht noch keinen grünen Daumen. Und dann fragt man sich doch: Wofür ist Kaffeesatz als Dünger gut? Wie oft kann man mit Kaffee düngen? Und für welche Pflanzen kann man ihn verwenden?

Wer jeden Morgen einen Kaffee zum Wachwerden trinkt, sollte in Zukunft den Kaffeesatz nicht mehr wegwerfen. Denn Kaffeesatz als Dünger ist ein super Hausmittel für ein üppiges Pflanzenwachstum. Doch Vorsicht: Nicht jede Pflanze mag Kaffeesatz als Dünger.

Was enthält Kaffeesatz als Dünger?

Kaffeesatz eignet sich hervorragend als Dünger, da er viele wichtige Nährstoffe enthält. Neben Kalium, Stickstoff und Phosphor enthält der natürliche Dünger auch Koffein, Gerbsäure und Antioxidantien. Diese Inhaltsstoffe findet man meist auch in anderen Düngemitteln. Die Nährstoffe regen das Wachstum an, stärken die Abwehrkräfte, verhindern das Austrocknen der Blätter, fördern den Wassertransport und beschleunigen den Stoffwechsel der Pflanze. Zusätzlich dazu schützt Kaffeesatz Dünger vor Schädlingen (Ameisen und Schnecken hassen den Geruch von Kaffee) und locken dafür Regenwürmer an, die den Boden im Beet auflockern. Da durch das Rösten der Kaffeebohnen Huminsäure entsteht, hat er einen leicht sauren pH-Wert. Daher ist Kaffeesatz besonders für Pflanzen geeignet, die einen Boden mit saurem pH-Wert bevorzugen.
Praxistipp: Kaffeesatz fällt in den meisten Haushalten regelmäßig an. Daher ist Kaffee quasi ein kostenloser Dünger!…..

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Welche Pflanzen mögen Kaffeesatz als Dünger?

Mit dem Bio-Dünger können viele Pflanzen gedüngt werden. Besonders die, die einen sauren Boden brauchen, werden das braune Pulver lieben. Doch welche Zier- und Zimmerpflanzen zählen dazu? Zu den Zierpflanzen gehören z.B. Hortensien, Rhododendron, und Kamelien. Im Beet können Sie auch Gemüse wie Gurken und Tomaten oder Obst (z.B. Erdbeeren und Heidelbeeren) düngen. Auch Zimmerpflanzen und Kübelpflanzen auf dem Balkon können gedüngt werden. Zu den Zimmerpflanzen, die Sie mit Kaffee düngen können gehören z.B. Geranien, Orchideen oder auch Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch und Petersilie

Kaffeesatz als Dünger: Wann und wie oft?

Aber wann ist die beste Zeit, um die Pflanzen mit dem guten Dünger anzureichern? Im Garten und Beet können Sie bis zu vier Mal im Jahr mit Kaffeepulver düngen. Teilweise wird auch jeden Monat empfohlen, da eine Überdüngung kaum möglich ist. Zimmerpflanzen sollten aber weniger gedüngt werden. Bei ihnen reicht es meist, wenn sie im Frühjahr und Winter ein Mal gedüngt werden.

Der Kaffeemarkt in Spanien entwickelt sich auch zum weltgrößten Kaffeemarkt für entkoffeinierte Bohnen, wobei etwa 20 % des gesamten Kaffeekonsums jetzt von entkoffeinierten Marken gedeckt werden, so Branchenführer und neue Marktdaten.

Bild Quelle: cdm archiv