Carpe Diem Magazin - Redaktionsbeiträge

Fußball-WM 2022

Welcher Fußballfan hätte noch vor einigen Jahren gedacht, einmal mitten in der Adventszeit Spiele einer Fußball Weltmeisterschaft im Fernsehen zu betrachten?

Bei der WM 2022 in Katar wird dieser eigentlich absurde Gedanke nun zur Realität.

Aufgrund der extrem hohen Temperaturen, die im Sommer im Wüstenstaat Katar herrschen, entschied sich die FIFA erstmals eine Endrunde in den Winter zu verlegen. Von 21. November bis 18. Dezember 2022 kommt es nun also zum Public Viewing mit Glühwein und Punsch am Weihnachtsmarkt, wo den WM-Stars 2022 zugesehen werden kann.

Wer nicht in der Kälte zittern möchte, kann es sich natürlich auch vor dem Fernseher gemütlich machen. Doch nicht alle 64 WM-Partien sind live im Free-TV verfügbar – zumindest in Deutschland. Hier sind 16 WM-Spiele ohne deutsche Beteiligung exklusiv auf dem kostenpflichtigen MagentaTV zu sehen, darunter auch Achtel- und Viertelfinalpartien sowie das Spiel um Platz 3.

In Österreich als auch der Schweiz haben sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten die TV-Rechte der WM 2022 in Katar gesichert. Dort können Fußballfans also alle 64 Spiele im Free-Tv verfolgen. Pay-TV-Dienste wie DAZN, SKY oder MagentaTV gingen bei der Rechtevergabe in Österreich und der Schweiz also leer aus.

Fußball und die Beziehung

Fußball wird zur WM-Zeit in Deutschland von vielen Männern zur klaren „Nummer Eins“ erklärt. Ehefrau oder Freundin müssen dann zurückstecken und sich mit einem unansprechbaren Partner abfinden. Die Sportveranstaltung kann durchaus zum Prüfstein einer Beziehung werden. Vor allem dann, wenn beide Geschlechter mit Vorurteilen aufeinander zugehen.

Wenn den Männern alles andere egal ist und sie glauben, „ein Recht“ auf das Sehen der Spiele zu haben, können schnell Konflikte entstehen. Um Beziehungskrisen zu vermeiden, dürften die Fußballfans auf jeden Fall nicht zu „Couch-Potatoes” werden und von ihren Frauen eine Versorgung mit Pantoffeln, Bier und Chips verlangen. Für die Damen gilt hingegen, die Fußballbegeisterung des Liebsten nicht grundsätzlich negativ zu bewerten – es gibt Schlimmeres. Im Interesse der Partnerschaft sollte Mann aber auch auf ein Spiel verzichten können. Um das Konfliktrisiko zu mindern, ist es wichtig, den Fußballgeplagten Damen zwischen den Spie-len oder nach der WM einen „Ausgleich“ zu ermöglichen. Dabei könnten zum Beispiel mit einem Abendessen oder einer gemeinsamen Unternehmung die Ansprüche von Freundin oder Gattin erfüllt werden…..

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Haben Sie Geduld

Um Frau den Sport näher zu bringen, gilt es hingegen das Interesse zu wecken – und zwar mit Geduld. Das bedeute auch, dass Männer nicht gleich ausflippen, wenn Begriffe wie „Abseits” unbekannt sind. Die Bereitschaft, etwas zu erklären, sollte da sein – auch wenn es nicht so leicht zu verstehen ist. Diese Fähigkeit haben vermutlich die wenigsten Männer.

Generell kann die WM-Zeit von Frauen aber als gute Möglichkeit gesehen werden, etwas für sich zu tun und Freiraum zu genießen – gewissermaßen als „Auszeit für Stunden“. Genau das sollten Männer ihren Partnerinnen klar machen. Die WM kann sich auch gut in den Tages- und Beziehungsablauf einordnen. Während die Männer sich beispielsweise im Freundeskreis Spiele ansehen, können die „herrenlosen” Damen gemeinsam fortgehen.

Experten raten

„Auch die Beziehung muss gepflegt werden wie das runde Leder.“ Vor allem dann, wenn die bessere Hälfte unternehmungslustig ist. Frauen sind heute durchaus selbstständig und können sich auch selbst unterhalten. Ein Zwang, die Spiele gemeinsam mit dem Partner ansehen zu müssen, sollte auf jeden Fall nicht entstehen.

Planen Sie ein Gewinnspiel

Warum planen Sie nicht einfach ein Gewinn-Spiel zur Fußball-Weltmeisterschaft: Stellen ie ein Team zusammen, zum Beispiel Mann, Frau und Kind. Jeder gibt seine Tipps auf die Spiele des Tages ab. Der Spieleinsatz hängt vom Einkommen ab. Er kann 5 Euro pro Spiel sein oder auch nur 50 Cent. 1 Punkt wird vergeben für das richtige Ergebnis (gewonnen, unentschieden oder verloren) und zwei Punkte bei richtigem Torergebnis (zum Beispiel 2:1, 3:3 oder 1:4). Nach dem letzten Spiel des Tages wird abgerechnet. Der Ge-winner mit den meisten Punkten bekommt den „Pott“. Bei Punktgleichheit bleibt das Spielgeld im „Jackpot“ und wird am nächsten Spieltag zusätzlich dem Tageseinsatz ausgespielt. Dieses Spiel muss nicht, kann aber seine eigene Dynamik entwickeln. Jedenfalls wird es erstaunliche Situationen hervorrufen. Und, liebe „Fußball-Sachverständige“, nicht böse sein, wenn „Mann“ verliert.

Bild Quelle: cdm archiv
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