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Wiederverdampfungsanlage in Gijón nach 10 Jahren aktiviert

Marokko wird die spanischen Wiederverdampfungsanlagen zur Aufnahme von Flüssiggas nutzen. Spanien, das in seinen 6 Anlagen Überkapazitäten hat, plant, die Anlage in Gijón als Speicheranlage zu aktivieren.

Marokko hat zum ersten Mal damit begonnen, Flüssigerdgas (LNG) auf dem internationalen Markt zu kaufen.

Um diese neue Versorgungsquelle zu erschließen, wird das von Marokko erworbene LNG in Spanien entladen, in spanischen Anlagen wiederverdampft und durch die geschlossene Gaspipeline durch die Straße von Gibraltar geleitet, durch die das Gas in die entgegengesetzte Richtung fließt, wie es vor der Schließung durch Algerien nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Rabat der Fall war.

Diese neue Nutzung spanischer Wiederverdampfungsanlagen sollte logischerweise eine Chance für die Anlage in Gijón bieten, die seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2012 noch nie in Betrieb war. Die bestehenden Überkapazitäten in Spanien (mit sechs aktiven Wiederverdampfungsanlagen, der größten Anlage in Europa) und einer weiteren in Portugal lassen eine solche Möglichkeit jedoch kaum erahnen.

Das marokkanische Projekt liegt zwar schon einige Monate zurück, aber der Plan für die Inbetriebnahme der Anlage in Gijón ist die Nutzung als Gasspeicher…..

Bild Quelle: informacion/es

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Nach den Spannungen bei den internationalen Preisen für diesen Kohlenwasserstoff seit dem letzten Jahr und den erbitterten Meinungsverschiedenheiten mit Russland (Europas wichtigstem Lieferanten) hat sich die EU zum Ziel gesetzt, die Liefer- und Speicherkapazitäten zu erhöhen, um die hohe Abhängigkeit (40 Prozent) von Moskau zu verringern.

In Erwartung anderer Projekte, wie z. B. der Nutzung für den Export von grünem Wasserstoff per Schiff, eröffnet sich für die Anlage in Gijón nach zehn Jahren der Untätigkeit die Möglichkeit, Gas zu speichern und es dann in Methantankern an andere Anlagen in Europa zu liefern, obwohl Spanien bereits über 35 % der europäischen Speicherkapazität verfügt, selbst wenn man die des Vereinigten Königreichs hinzurechnet.