Abtreibung für 16-Jährige

Junge Frauen ab 16 Jahren können ohne die Zustimmung ihrer Eltern abtreiben. Dies ist einer der Punkte des Gesetzentwurfs zum Schutz der sexuellen und reproduktiven Rechte und zur Gewährleistung des freiwilligen Schwangerschaftsabbruchs, mit dem sich die Regierung derzeit befasst und der nach Angaben des Gleichstellungsministeriums am heutigen Dienstag dem Ministerrat vorgelegt werden soll. Dieses Dokument, von dem einige Punkte am Mittwochmorgen von EL PAÍS veröffentlicht wurden, ist nicht endgültig. Aus Regierungskreisen verlautet, dass das Dokument noch nicht innerhalb der Exekutive abgestimmt wurde, so dass es bis zu diesem Tag noch geändert werden kann.

Andere in dem Entwurf enthaltene Aspekte bestätigen einige der Fortschritte, die die Ministerin für Gleichstellung, Irene Montero, bereits Ende Februar angekündigt hatte. Eine davon, die die meisten Veränderungen für das tägliche Leben der Frauen und für das Gesundheitssystem selbst mit sich bringen würde, wenn sie umgesetzt werden könnte, ist die Kanalisierung dieses Rechts durch öffentliche Dienste. „Der freiwillige Schwangerschaftsabbruch wird in allen öffentlichen Krankenhäusern garantiert“, sagte Montero damals.

Der Entwurf enthält diese Garantie nicht genau, spielt aber auf den gleichberechtigten Zugang für alle Frauen an, unabhängig davon, wo sie leben, und legt fest, dass, wenn dies in den [öffentlichen] Gesundheitsdiensten nicht möglich ist, so gehandelt wird, dass das Recht gewährleistet ist, unabhängig davon, ob es in einem öffentlichen Krankenhaus oder in einem akkreditierten Zentrum oder einer Klinik ausgeübt wird. Das heißt, wie es in der aktuellen Gesetzgebung, dem Abtreibungsgesetz von 2010, heißt.

Um den Service des öffentlichen Systems zu gewährleisten, sieht der Vorschlag der Gleichstellung ein Register für Verweigerer aus Gewissensgründen vor, das in jeder autonomen Region eingerichtet werden soll und das Montero im Februar dieses Jahres ebenfalls angekündigt hat. Berufstätige, die sich registrieren lassen wollen, müssen dies im Voraus und schriftlich tun, und, wie es im Text heißt, werden diese Verweigerer aus Gewissensgründen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich tätig sein.

Andere Punkte, die bereits bekannt waren, sind zum Beispiel die Abschaffung der dreitägigen Bedenkzeit für den Schwangerschaftsabbruch und die Verpflichtung, Informationen zu erhalten, sofern die Frau dies nicht ausdrücklich wünscht, oder die Beibehaltung der Fristen, d. h., dass der Schwangerschaftsabbruch bis zur vierzehnten Schwangerschaftswoche kostenlos ist. Ab diesem Zeitpunkt bis zur 21. Woche kann ein so genannter therapeutischer Abbruch durchgeführt werden, d. h. ein Abbruch aus medizinischen Gründen wie Missbildung des Fötus oder Gefahr für das Leben der Mutter.

Bild-Quelle: elpais/com

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