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Dürretourismus

Wie Gespenster tauchen die Überreste von Kirchen, Brücken und sogar ganzen Städten aus den Stauseen auf und ziehen unweigerlich Schaulustige an, die manchmal die Ruhe dieser Naturgebite stören.

Dies ist der sogenannte „Dürretourismus“, über den sich der Bürgermeister von Vilanova de Sau (Barcelona) beklagt hat. Er beschloss, den Zugang zum Sau-Stausee zu beschränken, der durch den großen Zustrom von Touristen zusammengebrochen ist.

„Wir müssen diesen Zustrom von Touristen nicht feiern, weil er die Folge einer Naturkatastrophe ist, die unsere Gegend stark beeinträchtigt“, sagte Riera.

„Es ist gut, dass es Tourismus gibt und sie die Stadt und das Tal besuchen, aber es stimmt, dass uns so viel Tourismus auch schadet“, argumentiert der Bürgermeister, der versichert, dass sich in den letzten Wochen enorm viel Müll angesammelt hat.

Diese Tatsache erfordert nun natürlich einen sofortigen Handlungsbedarf für den für den Stadtrat.

Der „Instagram-Effekt“

Was Riera den „ Instagram-Effekt “ nennt, tritt aufgrund des starken gesunkenen Wasserspiegels auf. Das hat zur Folge, dass auch andere Dinge, die sich zuvor auf dem Grund befanden nun zu Tafe treten. So z.B in zahlreichen Gemeinden von Galizien. Hier sind Dörfer, Festungen oder Petroglyphen wieder aufgetaucht. Diese werden täglich von vielen Neugierigen  besucht……

Bild Quelle: NIUS

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Die Provinz Lugo hat nun ihr eigenes „galizisches Atlantis“, wie Portomarín, an den Ufern des Miño, einem der Flüsse, der die Folgen des Wassermangels während der Sommersaison am besten widerspiegelt.

Der derzeitige Wassermangel ermöglicht es Touristen und Neugierigen, durch die alten Straßen der Stadt zu schlendern. Darüber hinaus hat die Dürre in Aguilar de Campoo (Palencia) die Ruinen der mittelalterlichen Brücke (13. und 14. Jahrhundert) der verschwundenen Stadt Villanueva del Rio freigelegt.