Spanien Nachrichten

1.200 Euro kostet eine Leiche

Spenden von toten Körpern an die Wissenschaft haben sich in den letzten 2 Jahren verdreifacht.

Beamte der Nationalpolizei haben in Valencia eine Bande dingfest gemacht, die Leichen an Universitäten verkauften – Dazu fälschten sie diverse Dokumente, um die Leichen aus Krankenhäusern und Wohnheimen abtransportieren zu können.

Anschließend verkauften sie diese zu Studienzwecken an Universitäten zu einem Preis von 1.200 Euro.

Die Täter suchten nach Verstorbenen, die keine Verwandten haben, vorzugsweise Ausländer, oder die die zu Lebzeiten in prekären Lebensverhältnissen lebten – So konnte man relativ sicher sein, dass keinerlei weitere Fragen gestellt oder diverse andere  Nachforschungen angestellt werden.

Unter anderem stellte man einer Universität 5.040 Euro für die Durchführung von 11 Leichenverbrennungen in Rechnung – Ermittlungen ergaben, dass diese nicht in den entsprechenden Dokumenten der Verbrennungsanlagen aufgeführt waren.

Bei den Bandenmitgliedern handelt es sich um 4 Männer im Alter zwischen 41 und 74 Jahren spanischer Herkunft, von denen einer vorbestraft ist. …..

….. Ihre Aussagen wurden zu Protokoll genommen, anschließend wurden sie vorerst freigelassen – Ein entsprechendes Verfahren wurde aber bereits eingeleitet.

Letztlich verhafteten die Beamten auch Verantwortliche eines Bestattungsunternehmens sowie zwei Mitarbeiter, welche mit den Straftaten unmittelbar in Zusammenhang gebracht werden konnten.

Darüber hinaus wird zwei von ihnen zudem das Verbrechen der Urkundenfälschung vorgeworfen.

Bild Quelle: 20minutos/es