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"Hungerschlangen" auf Mallorca
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Die „Hungerschlangen“ werden in den Wochen vor Weihnachten in Spanien immer länger.
Zahlreiche arme/schutzbedürftige Einzelpersonen und Familien wenden sich an Initiativen wie die der Evangelischen Kirche von Mallorca, die am vergangenen Montag eine große Hilfslieferung austeilte.
Der erste Montag im Dezember markierte nicht nur den Monatsbeginn, sondern bot auch ein zutiefst besorgniserregendes Bild nur wenige Wochen vor Weihnachten.
Die sogenannten „Hungerschlangen“ sind mit dem Ende der Touristensaison und der prekären Lage vieler Familien und Einzelpersonen, die auf soziale bzw. karitative Organisationen angewiesen sind, um ihre Vorräte für die Feiertage und den Winter aufzufüllen, exponentiell angewachsen.
Das Bild, das vor dem Gebäude der Evangelischen Kirche von Mallorca in der Straße „Conde de Barcelona“ in „Palma“ aufgenommen wurde, zeigt deutlich die Notlage der Menschen, deren ohnehin schon schwierige Alltagssituation zusätzlich durch die hohen Wohnkosten und die teilweise Unmöglichkeit, überhaupt Zugang zu Wohnraum zu erhalten oder diesen unter minimalen oder menschenwürdigen Bedingungen zu bewohnen, verschärft wird.
Menschen unterschiedlichster Herkunft, viele von ihnen Lateinamerikaner, warteten geduldig in der Schlange – Einige von ihnen, ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen, wurden bevorzugt behandelt. …..

….. Auch Kinderwagen waren an diesem Treffpunkt häufig zu sehen.
Wobei die Evangelische Kirche nicht die einzige Institution ist, die sich in Palma um arme Menschen kümmert.
Gleichwohl spiegeln die Hungerschlangen eine harte Realität auf der touristischen Top-Insel wider, die nur drei Wochen vor Weihnachten ganz besonders schmerzt.
Bild Quelle: ultimahora-es