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"Flüssiggas-Tanker" stauen sich an spanischer Küste

Dutzende Schiffe mit dem in Europa wegen ausbleibender russischer Energielieferungen heiß begehrten verflüssigtem Erdgas (LNG) stauen sich vor der spanischen Küste.

Der Grund: Sie finden keine Stelle zum Entladen. Wenn der Rückstau nicht bald beseitigt wird, könnten sich diese Schiffe nach alternativen Häfen außerhalb Europas umsehen, um ihre Ladung loszuwerden, warnen Experten.

Spanien verfügt über die größten Wiederverdampfungskapazitäten in der Europäischen Union.

Sie machen ein Drittel des gesamten LNG und 44 Prozent der LNG-Speicherkapazität aus. Deutschland verfügt aktuell über keine eigenen LNG-Terminals. Im kommenden Winter sollen zwei schwimmende LNG-Anlagen in Wilhelmshaven und Brunsbüttel einsatzbereit sein, um Importe von Flüssiggas ins deutsche Gasnetz einzuspeisen.

Zusammen haben sie eine Kapazität von jährlich bis zu 12,5 Milliarden Kubikmeter. In Stade und Lubmin könnten zwei weitere dieser Anlagen zum Einsatz kommen, die später durch feste LNG-Terminals ersetzt werden könnten.

Bild Quelle: elmundo/es