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Grüner Wasserstoff ist in aller Munde

In Spanien gibt es eine explosionsartige Zunahme von Projekten im Zusammenhang mit grünem Wasserstoff, was auf die Anreize der europäischen Fonds und die von Brüssel vorgegebene Strategie zur Dekarbonisierung der Wirtschaft zurückzuführen ist. Repsol hat gerade die Initiative „Shyne“ (Spanisches Wasserstoffnetz) vorgestellt.

Das größte grüne Wasserstoffkonsortium des Landes mit Projektträgern wie Alsa, Scania, Talgo und Enagás, investiert 3,2 Milliarden Euro.

Enagás, das Erdgastransportunternehmen und technischer Leiter des spanischen Gasnetzes, arbeitet mit 18 anderen europäischen Unternehmen an einem Projekt zur Anpassung der Gasverteilungsnetze in Form von Pipelines und Infrastrukturen für den Transport von grünem Wasserstoff. Dabei handelt es sich um eine Investition von mehr als 43 Milliarden Euro (bis 2040).

Fluggesellschaften wie Iberia und Air Nostrum und Reedereien wie Baleària arbeiten daran, Paraffin und Gas durch grünen Wasserstoff zu ersetzen. Die Regierung plant 1,55 Milliarden aus Wiederaufbaumitteln in die Entwicklung dieser Industrie zu investieren und weitere 2,8 Milliarden an privatem Kapital zu mobilisieren.

Aber was ist grüner Wasserstoff ?

Es handelt sich um einen flüssigen Kraftstoff, der Erdöl- und Erdgasderivate als Energiequelle für den Schwerlastverkehr und Sektoren wie die Keramikindustrie, die chemische Industrie und Raffinerien ersetzen soll. Laut Javier Brey (Präsident des spanischen Wasserstoffverbands, der u.a. von Repsol und Iberdrola gefördert wird) handelt es sich um ein Gas, das schon seit Jahren verwendet wird, aber der Schlüssel ist der Zusatz „grün“, der besagt das es mit erneuerbaren Energien hergestellt wird.

Die Idee ist Wasserstoff sauber aus Wasser und mit Elektrolyseverfahren herzustellen. Dieser betreibt dann Solar- oder Windkraftanlagen mit denen saubere Energie gewonnen werden kann. Das System besteht darin Atome aus denen die Wassermoleküle bestehen (Wasserstoff und Sauerstoff) mit Hilfe von Elektrizität zu trennen. Für jedes Sauerstoffmolekül werden zwei Wasserstoffmoleküle (H2O) freigesetzt…..

Bild Quelle: informacion/es

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Wie wird das Molekül aufgebrochen ?

Mit elektrischem Strom.

Das von Enagás betriebene europäische Wasserstoffnetz (European Hydrogen Backbone) verbindet 21 Länder über eine 39.700 Kilometer lange Infrastruktur. Neunundsechzig Prozent des Netzes bestehen aus bereits in Betrieb befindlichen Erdgasleitungen, die restlichen 31 % sind Neubauten.

Das Problem vor dem die erneuerbaren Energien jetzt stehen ist die Speicherung. Die Quellen von Repsol betonen, dass der grundlegende Aspekt von Wasserstoff die Fähigkeit ist, Energie zu speichern. Erneuerbarer Wasserstoff ermöglicht es, Energie in eine Substanz umzuwandeln, die zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht werden kann.