Spanien Nachrichten

Allergiker "ACHTUNG" !

„Cupressaceae“ ist eine weit verbreitete Nadelbaumfamilie mit einem nahezu globalen Verbreitungsgebiet auf allen Kontinenten außer der Antarktis. (Wikipedia)

Granada und Pamplona verzeichnen derzeit die höchsten Alarmstufen für Cupressaceae-Pollen.

Die Stationen Granada und Pamplona haben nach der anomalen Hitzeepisode im Januar 782 bzw. 706 Körner/Kubikmeter Cupressaceae-Pollen in der Luft registriert.

In den letzten Wochen kam es in mehreren spanischen Städten zu erhöhten Konzentrationen von Cupressaceae-Pollen, die von Bäumen wie Zypressen oder Arizona-Bäumen produziert werden.

Sowohl in Granada, als auch in Pamplona, registrierten die Messstationen am 28. und 29. Januar „782“ bzw. „706“ Körner pro Kubikmeter dieser Art von Pollen – So die neuesten Daten der Spanischen Gesellschaft für Allergologie-Immunologie (Seaic-Klinik).

„Die zu dieser Jahrezeit normalerweise stattfindende Bestäubung geschah fast einen Monat früher, im Vergleich zum Februar letzten Jahres“, erklärt Juan José Zapata, Präsident des Ausschusses für klinische Aerobiologie.

„Der Grund ist ein Temperaturanstieg, der nicht der Jahreszeit entspricht sowie das extreme Klima, mit dem wir es im Moment zu tun haben“.

Das heißt, die seit Ende Januar beobachteten hohen Pollenwerte in Granada und Pamplona sowie in anderen Städten Spaniens, stellen zu dieser Jahreszeit eine ungewöhnliche Gefahren-Situation dar.

„Es muss regnen, damit die Pflanzen wieder ihrem normalen Zyklus nachgehen können“ – Und wenn es zur falschen Zeit regnet oder die Wasserkonzentration im Boden, auf dem der Baum wächst, nicht ausreicht, passieren zwei Dinge: Er bringt keine Früchte hervor und“ Der Pollen, der bei Wasserstress entsteht, „ist deutlich allergener“ – So Zapata. …..

….. „Regnet es nicht, so bleiben die Pollen länger in der Luft“. Ein Umstand, der in Großstädten durch die Konzentration der Schadstoffe aufgrund von Dieselmotoren noch verschärft wird.

„Wenn es nicht regnet, bleibt die Verschmutzung in der Atmosphäre, was die Auswirkungen auf Allergiker verstärkt“.

Wobei momentan Granada und Pamplona die mit Abstand höchsten Pollendaten verzeichnen.

Empfehlungen für Allergiker

Dr. Javier Ruiz, Allergologe am Universitätskrankenhaus Infanta Elena in Madrid, empfiehlt Allergikern:

„Treiben sie im Freien keinerlei Sport, insbesondere dann nicht, wenn es windig ist – Vermeiden sie es am Morgen ind Freie zu gehen, da gerade dann eine hohe Konzentration an Pollen ausgestossen wird – Noch schlimmer ist es am späten Nachmittag – dann erhöht sich die Konzentration nochmals“.

Der Allergologe empfiehlt darüber hinaus, das Tragen einer Sonnenbrille oder einer Maske.

Nicht zu vergessen die Verwendung von Antihistaminika gegen verstopfte Nasen oder Augentropfen gegen juckende Augen, auf jeden Fall aber
einen Facharzt konsultieren.

Bild Quelle: newtral/es