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Spanien - kostenlose Zahnpflege für Kinder

Die spanische Regierung wird voraussichtlich eine Maßnahme genehmigen, die Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren und anderen Bevölkerungsgruppen eine kostenlose präventive Zahnbehandlung im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems des Landes bietet.

Das spanische Kabinett hat gestern 44 Millionen Euro für den neuen Plan für Mundgesundheit bereitgestellt, mit dem Kleinkindern, schwangeren Frauen, Menschen mit geistigen Behinderungen oder körperlichen Behinderungen der oberen Gliedmaßen sowie Menschen mit Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich eine kostenlose zahnärztliche Versorgung angeboten werden soll.

Obwohl Spaniens öffentliches Gesundheitssystem als eines der besten der Welt gilt, deckt es in der Regel keine zahnärztliche Behandlung ab, was bedeutet, dass die meisten Spanier für einen Check-up oder eine Zahnbehandlung einen privaten Zahnarzt bezahlen müssen.

Einige Regionen bieten mehr als andere. So übernimmt beispielsweise Madrid die Kosten für Zahnfüllungen bei 6- bis 15-Jährigen, Andalusien zahlt die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren, und sowohl Katalonien als auch die Region Valencia bieten kostenlose Vorsorgeuntersuchungen für Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren.

Der neue spanische Mundgesundheitsplan würde diese öffentliche zahnärztliche Versorgung für Kinder und andere als gefährdet geltende Bevölkerungsgruppen in allen 17 Regionen und zwei autonomen Städten des Landes „homogenisieren“.

Laut Gesundheitsministerin Carolina Darias werden jedoch in erster Linie Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren von dieser Regelung profitieren, da es in Spanien mehr als 6,5 Millionen von ihnen gibt und die Pläne regelmäßige Kontrolluntersuchungen, Kariesanalysen, kleinere Eingriffe und mehr umfassen.

Die Kosten für kosmetische Behandlungen wie Zahnspangen oder Zahnaufhellung werden nicht übernommen…..

Bild Quelle: thelocal/es

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Schwangere Frauen wurden in den Plan miteinbezogen, da Blutungen während der Schwangerschaft aufgrund des erhöhten Blutkreislaufs und des niedrigeren Kalziumspiegels zunehmen.

Der Schwerpunkt der Gesetzgebung liegt auf der vorbeugenden Zahnpflege, da nach den Worten des Gesundheitsministers „die meisten“ mit der Mundgesundheit zusammenhängenden Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs oder Fettleibigkeit „verhindert und im Frühstadium behandelt werden können“.

Der Gesetzentwurf enthält auch eine Klausel, die besagt, dass diese kostenlosen Gesundheitsleistungen nicht von privaten Unternehmen verwaltet werden können, wie es derzeit der Fall ist.

Die Mittel in Höhe von 44 Millionen Euro für die kostenlose zahnärztliche Versorgung werden aus den 70 Milliarden Euro entnommen, die die EU im Rahmen ihrer Konjunkturprogramme nach der Pandemie bereitgestellt hat.