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Warum nehmen Geschlechtskrankheiten in Spanien immer weiter zu ?

Rekord an sexuell übertragbaren Krankheiten in Spanien – Gonorrhoe und Syphilis nehmen in Spanien seit mehr als 20 Jahren zu und ihre Inzidenz hat sich um das 25- bzw. 10-fache erhöht, während Chlamydien seit 2016 um 245 % gestiegen sind.

Die neue Roboter-Serologiekette im Miguel Servet Hospital in Saragossa ist voll ausgelastet ((EFE/Javier Cebollada).

Sexuell übertragbare Infektionen (STIs) erreichen in Spanien aktuell Rekordzahlen – Die Inzidenz nimmt ständig zu und einige, wie Gonorrhoe und Syphilis, haben sich in mehr als 20 Jahren förmlich potenziert.

Konkret hat sich die Inzidenz der ersteren in diesen 2 Jahrzehnten um das „25-fache“ und die der zweiten um das „10-fache“ erhöht.

Der Epidemiologe „Jordi Casabona“ sagt: „Sexuell übertragbare Infektionen sind Infektionen, die die sozialen Verhaltensänderungen von Gesellschaften am besten widerspiegeln.“

Für Casabona, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für epidemiologische Studien zu sexuell übertragbaren Infektionen und HIV/AIDS in Katalonien (CEEISCAT), ist der Anstieg der Fälle hauptsächlich auf ein
Verhaltensproblem zurückzuführen. …..

….. „Wir befinden uns in einer Zeit der Veränderungen, was Beziehungen anbelangt, aber nicht nur auf gefährdete Gruppen wie homosexuelle Männern bezogen, auch bei jungen Menschen im Allgemeinen wird mit dem Thema Sex grundsätzlich anders umgegangen.

Sexuelle Kontakte werden zunehmend mit mehr Partnern und weniger Kondomgebrauch vollzogen – Daher besteht ein deutlich „höheres Infektionsrisiko“ – So „Jordi Casabona“.

Bild Quelle: elconfidencial/es