Spanien Nachrichten

Heftige Kritik an Papst

Nicht nur Opfer von sexuellem Missbrauch in der Kirche, sondern auch Frauen: Alle äußern sich kritisch zum Besuch des Papstes in Spanien.

Das Frauenkollektiv „Revolte in der Kirche“ betont die Notwendigkeit eines „Dialogprozesses mit dem Feminismus“ und erinnert uns daran, dass „Klerikalismus ein Ausdruck des Patriarchats ist“.

Der Papst ruft angesichts der Migrationskrise die Kanarischen Inseln zu einer „Gewissensprüfung“ auf: „Die Menschenwürde kennt keinen Pass.“

Am vergangenen Freitag beendete Papst Leo XIV. seine siebentägige Reise innerhalb Spaniens, die in Madrid, Barcelona, ​​Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife zu einem Massenandrang auf den Straßen führte.

Angesichts der internationalen Lage, die von Kriegen und sozialer Ungleichheit geprägt ist, nutzte der Papst seinen Aufenthalt, um eine Botschaft der Einheit und Harmonie unter allen Menschen zu verkünden. Die Reise blieb jedoch nicht ohne Kritik und rückte die Notlage der Schwächsten in der Gesellschaft in den Vordergrund, denen die Kirche nach wie vor eine besondere Verantwortung trägt.

Spät am letzten Freitag, wenige Stunden bevor Leo XIV. das Flugzeug nach Spanien bestieg, bestätigten vatikanische Quellen, dass er sich in Madrid endlich mit einer Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmitglieder treffen würde. Dieses Treffen, das am Montag letzter Woche stattfand, löste Besorgnis bei den wichtigsten Opferverbänden aus. …..

….. Sie befürchten, dass die Privataudienz des Papstes auf einen kleinen, von seinem engsten Kreis ausgewählten Kreis beschränkt war und die Stimmen der Vertreter dieser Verbände nicht gehört wurden.

Gleichzeitig betont das Frauenkollektiv „Revolte in der Kirche“, dass der „notwendige Dialog mit dem Feminismus“ noch aussteht. „Die Kirche bleibt eine sehr klerikal geprägte Struktur“, kritisiert die Gruppe.

Bild Quelle: elplural-es