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Polizist wegen „Fake News“ verurteilt

Ein Beamter der Guardia Civil wurde wegen der Verbreitung gefälschter Nachrichten über marokkanische Migranten in den sozialen Medien zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt – die erste Verurteilung dieser Art in Spanien.

Der Angeklagte veröffentlichte ein 45 Sekunden langes Video, das einen gewalttätigen Angriff auf eine Frau zeigt, bei dem ein Mann sie tritt und schlägt, bis sie bewusstlos ist. Dann packt er sie an den Haaren, schleift sie über den Boden und versucht ihre Hose herunterzuziehen. Dann endet der Videoclip.

Neben dem Video, das 2019 getwittert und fast 22.000 Mal angesehen wurde, schrieb der Beamte: „Hier haben Sie ein Video der marokkanischen MENA (ein abfälliger Name für minderjährige Migranten) in Canet de Mar.

Das sind die Art von Menschen, die wir finanziell unterstützen, bis sie 23 Jahre alt sind.

Der Angriff fand jedoch tatsächlich in China statt, nicht in Barcelona.

Laut Aussage des Staatsanwalts räumte der Angeklagte ein, dass sein Twitter-Profil „mehrere Veröffentlichungen fremdenfeindlicher und rassistischer Art enthielt. Jeder auf Twitter konnte die angeblich verzerrten Informationen über Einwanderer im Allgemeinen und die frontale Ablehnung gegen Anwesenheit von Ausländern in Spanien verfolgen…..

Bild Quelle: cdm archiv

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Das Gericht stellte fest, dass sich der Polizeibeamte durchaus bewusst war, dass er über Inhalt und Kontext des Videoclips gelogen hatte und stellte fest, dass er derartige Informationen verbreitete, um „unbegleitete ausländische Minderjährige zu diffamieren“.

Er brachte sie ganz bewusst mit Gewalt und sexuellen Übergriffen in Verbindung…..