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"Napfschnecken" heiß begehrt

„Lapas Negras“ sind Napfschnecken. Sie leben an den Felsen der Brandungszonen und werden traditionell von Hand gesammelt, lange bevor es Tourismus oder moderne Fischereigesetze gab.

Gegrillt auf der Plancha, mit etwas Mojo, gelten sie bis heute als Delikatesse.

Doch was für viele ein Genuss ist, bringt eine Art an den Rand des Verschwindens: die streng geschützte Lapa negra, deren Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen ist und deren Entnahme das ganze Jahr über verboten ist.

Im Gegensatz dazu steht die „Lapa blanca“, die weniger gefährdete Art, deren Sammeln reguliert aber außerhalb der Schonzeiten erlaubt ist.

Vor diesem Hintergrund haben Beamte der Policía Local von Santa Cruz de Tenerife an der Escollera der Playa de Las Teresitas einen Mann gestoppt, der 7,6 Kilogramm Lapa Negra gesammelt hatte, ohne jede Lizenz und in einem Zeitraum, in dem das „Marisqueo“ generell untersagt ist – „Marisqueo“ bezeichnet das traditionelle Sammeln von Meeresfrüchten an der Küste, meist direkt an den Felsen – Wobei die Beamten zuvor einen Hinweis erhalten hatten.

Um Lapas zu sammeln, werden die Tiere nicht gefangen, sondern mit einem Messer oder Spatel vom Fels abgehebelt – Ein Eingriff, der nicht nur die Tiere, sondern auch das umliegende Mikrohabitat ernsthaft beschädigt.

….. Gegen den Mann wurden drei „Verwaltungsanzeigen“ erstattet: Sammeln einer streng geschützten Art (Lapa negra), Ausübung von Marisqueo ohne gültige Lizenz sowie Sammeln in einem Zeitraum, in dem das Marisqueo generell untersagt ist.

Die „Lapa negra“ steht ganzjährig unter vollständigem Schutz.

Der Fall wurde zusätzlich an die Fischereiaufsicht der kanarischen Regierung weitergeleitet.

Bild Quelle: teneriffa-news-es