Spanien Nachrichten

Nationalspielerinnen erklären Rücktritt

Der Rücktritt von 15 Nationalspielerinnen erschüttert den spanischen Frauenfußball.

Der Streit um den spanischen Frauen-Nationaltrainer Jorge Vilda ist am Donnerstag eskaliert. Wie der Verband RFEF bekanntgab, haben im Laufe des Donnerstags 15 Nationalspielerinnen in wortgleichen E-Mails ihren Rücktritt erklärt.

Demnach beeinträchtige „die derzeitige Situation sie ‚erheblich‘ in ihrem ‚emotionalen Zustand‘ und ihrer ‚Gesundheit'“, heißt es zum Inhalt der E-Mails in der RFEF-Mitteilung kurz und knapp.

Deshalb wollten die Spielerinnen erst wieder bei „Umkehrung“ der Zustände zurückkehren – womit die Entlassung von Vilda gemeint ist.

In der jüngsten Länderspielphase Anfang September hatten zahlreiche Spielerinnen ihre Unzufriedenheit mit Vilda gegenüber Verbandspräsident Luis Rubiales zum Ausdruck gebracht; Vilda, der noch bis 2024 unter Vertrag steht, war jedoch im Amt geblieben. Am Ende schien die „Meuterei“, von der in Medien die Rede war, nach zahlreichen Gesprächen und einer gemeinsamen Pressekonferenz abgewendet zu sein.

Nun steckt das Nationalteam stattdessen vollends in der Krise. Der Verband reagiert unnachgiebig. Die RFEF schreibt von einer „noch nie dagewesene Situation in der Geschichte des Fußballs“ und machte deutlich sich nicht erpressen zu lassen.

Man werde „keinerlei Druck“ seitens der Spieler zulassen, wenn es um das Ergreifen sportlicher Maßnahmen geht. Diese Art von Manöver ist alles andere als vorbildlich, entspricht nicht den Werten des Fußballs und des Sports und ist letztlich „kontraproduktiv“.

Bild Quelle: imago