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Einfach ins Meer geworfen - Flüchtlinge

Das Zollgericht in San Bartolomé de Tirajana (Gran Canaria) ordnete vergangenen Freitag die Untersuchungshaft ohne Kaution für die 17 Personen an, die auf der Fahrt mit einem Cayuco (Boot) zu dem Archipel festgenommen wurden – Dabei kamen Dutzende Migranten ums Leben.

Das Kommunikationsbüro des Obersten Gerichtshofs der Kanarischen Inseln (TSJC) teilt mit, dass gegen sie nach der Aufnahme ihrer Aussagen wegen der mutmaßlichen Straftaten der Beihilfe zur illegalen Einwanderung, des Mordes und der Körperverletzung ermittelt werde, deren Zahl zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen noch nicht feststehe.

Der Cayuco wurde am 24. August von einem Handelsschiff 429 Kilometer vom Archipel entfernt mit beschädigtem Motor und treibend geortet – Seine Insassen konnten gerettet werden und wurden in den Hafen von „Arguineguín“ (Gran Canaria) gebracht.

Berichten einiger Überlebender zufolge verließen mehr als 300 Menschen mit einem Cayuco die afrikanischen Küste, doch nur 251 kamen an.

Die genaue Zahl der Todesopfer ist den Ermittlungen zufolge jedoch noch nicht bekannt. …..

….. Es könnte sich um gewaltsame Todesfälle handeln, denn es wäre nicht das erste Mal, dass Menschen, warum auch immer, von den Schleppern einfach ins Meer geworfen werden – So der Polizeisprecher eines Rettungs-Schiffes gegenüber internationalen Medien.

Bild Quelle: abc-es