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Hausbesetzer geschützt

Vergleicht man die Anzahl der Hausbesetzungen in einem Jahr mit den neu gebauten Wohnungen desselben Jahres, ergibt sich ein Anteil von etwa 15%.

Rechtsexperten warnen jedoch, dass die tatsächliche Zahl der Fälle wesentlich höher sein könnte, da viele Hausbesetzungen nicht gemeldet werden und somit nicht in die Statistiken des Innenministeriums einfließen.

Auf europäischer Ebene besteht ein ähnliches Problem bei der Quantifizierung des Phänomens der Hausbesetzungen, obwohl Schätzungen aus anderen Ländern nahelegen, dass das Problem in Spanien
deutlich relevanter ist.

Die Tradition der Hausbesetzungen ist zwar seit Jahrzehnten auf dem Kontinent verbreitet, doch unterscheidet sich Spanien dadurch, dass kürzlich erfolgte Gesetzesänderungen zum Schutz sozial schwacher Bevölkerungsgruppen die Räumungsverfahren von durchschnittlich 8 Monaten auf 2 bis 3 Jahre oder sogar noch länger verlängert haben.

Je nach Überlastung der Gerichte in den jeweiligen Gebieten entsteht eine Schutzlosigkeit für die Eigentümer, die von verschiedenen Gruppen ausgenutzt wird – Von der Mafia bis zu Mietern, die es vorziehen für einen Anwalt zu zahlen, statt Miete zu entrichten.

Bild Quelle: theobjective/es