Spanien Nachrichten
"Okupación" & "Expressräumung"
Hausbesetzungen sind nach wie vor ein massives Problem in Spanien, sowohl auf dem Festland, als auch auf den Balearen oder den kanarischen Inseln.
Laut Angaben des Staatssekretärs für Sicherheit steigt die Zahl der Hausbesetzungen in Spanien stetig an. Häufiges Ziel der sogenannten „Okupas“ sind dabei Ferien- und Zweitwohnungen in Spanien, die insbesondere während der Corona-Pandemie häufiger leer standen als zuvor.
Wobei die meisten Hausbesetzungen in Katalonien gemeldet wurden, Andalusien liegt Spanien-Weit an 2. Stelle.
Aktuell soll es laut Gesetz innerhalb von 30 Tagen möglich sein soll, die eigene Immobilie zurück zu erlangen.
Das Verfahren ist in Art. 250. Abs. 1 Nr. 4 spanische Zivilprozessordnung, sog. „Ley de Enjuiciamiento Civil“, kurz „LEC“, geregelt und schützt Privatpersonen, deren Häuser besetzt wurden.
Ausgenommen sind hier immobilienhaltende Gesellschaften oder Banken.
Das klingt in Summe gut, zieht in der Praxis aber einige Probleme nach sich: zunächst einmal vergehen einige Tage, bis es zur Vollstreckung kommen kann. …..

….. Dann muss der Eigentümer selbstverständlich nachweisen, dass ihm die Immobilie tatsächlich gehört.
Wobei der Hausbesetzer das gesamte Verfahren immer wieder hinauszögern kann.
Es kann sich z.B. als problematisch erweisen, dass der Besetzer bei Klageeinreichung zunächst eindeutig identifiziert werden muss…..und, und, und…..
Bild Quelle: andalusien aktuell-es