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Spanien macht Schluss mit "Lauter Werbung"
- ND-es XATAKA
- Recht
Jahrelang wurden Fernsehwerbespots in höherer Lautstärke abgespielt, ohne gegen Gesetze zu verstoßen.
Spanien hat nun beschlossen, dass damit Schluss ist – 200.000 Euro Strafe für ohrenbetäubende Werbung: Das Gesetz bestraft Werbung mit extrem hoher Lautstärke.
Millionen von Zuschauern kennen das: Man genießt seine Lieblingssendung in angenehmer Lautstärke, als plötzlich ein Werbespot dazwischenfunkt und man reflexartig zur Fernbedienung greift.
Dieser gezielte Schock könnte in Spanien dank messbarer technischer Kriterien bezüglich der Überwachung des Lautstärkepegels bald der Vergangenheit angehören.
Die spanische staatliche Aufsichtsbehörde warnt davor, dass die Nichteinhaltung des Gesetzes zwar nur eine geringfügige Ordnungswidrigkeit darstellt, deren Strafen in schwerwiegenden Fällen aber bis zu 200.000 Euro betragen können.
Spanien orientiert sich diesbezüglich an Europa. Mit dem im März verabschiedeten Königlichen Dekret 250/2025 wurde erstmals ein objektiver Parameter für spanisches DVB-T festgelegt: -23,0 LUFS mit einer Toleranz von ±1,0 LU (Loudness Unit). …..

….. Dieser Wert ist nicht willkürlich, sondern entspricht exakt dem Standardwert, den die Europäische Rundfunkunion seit 2010 empfiehlt.
Die „CNMC“ hat nun einen Schritt weitergedacht und diese Kriterien über das traditionelle Fernsehen hinaus erweitert.
Bild Quelle: xataka-es