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Strengeres Vergewaltigungsgesetz hat Fehler

Spanien wird ein neues Gesetz prüfen, um Opfern von Sexualstraftaten mehr Schutz zu gewähren.

Nachdem eine Reihe von Gerichtsurteilen dazu geführt hatte, dass die Haftstrafen für Straftäter aufgrund einer Gesetzeslücke reduziert wurden.

Das Gesetz trat letzten Monat in Kraft, sechs Jahre nach dem Fall, der als „Wolfsrudel“ bekannt wurde. Fünf Männer vergewaltigten eine 18-Jährige. Das geschah beim Bullenrennen-Festival in Pamplona. Sie wurden zunächst zu einer geringen Strafe verurteilt (sexueller Missbtauch). Dieser Fall löste Demonstrationen in ganz Spanien aus und veranlasste die Regierung, das Strafrecht für Sexualdelikte zu ändern.

Die neue Gesetzgebung, die als „Ja heißt ja“-Gesetz bekannt ist, qualifiziert jeden nicht einvernehmlichen Sex als Vergewaltigung und bringt Spanien auf eine Linie mit 11 anderen europäischen Ländern, darunter Großbritannien, Schweden und Portugal.

Die weitreichenden Rechtsvorschriften befassen sich auch mit Sexualdelikten gegen Kinder. Die Anwälte verurteilter Sexualstraftäter nutzten jedoch eine Gesetzeslücke, die eine generelle Herabsetzung der Gefängnisstrafen ermöglichte, wenn in Spanien eine neue Strafgesetzgebung in Kraft tritt.

Die Spanier sind wütend über die Strafkürzungen für Übergriffe auf Frauen und Kinder. Das hätte nie passieren dürfen. Die Kriminellen reiben sich vor Freude die Hände. Diese Woche soll das Gesetz im Senat nochmal auf den Tisch…..

Bild Quelle: elpais/com