Spanien Nachrichten
Wo soll ich denn hin ???
- ND-es CANARIAS7
- Recht
„Ich flehe Sie an, das zu beenden, das ist eine Ungeheuerlichkeit.“
Margarita spricht mit zitternder Stimme – Die Worte kommen kaum über ihre Lippen; Tränen und Schluchzen unterbrechen ihre Sätze, doch ihre Botschaft ist klar: Sie bittet um Hilfe, damit man ihr Boot nicht wegnimmt, damit man sie nicht aus dem einzigen Ort vertreibt, den sie seit ihrem Einzug 2020 ihr Zuhause nennt.
Wenn man sie rauswirft, sagt sie, weiß sie nicht wo sie hingehen soll.
„Das ist Erpressung“, prangert Margarita die Hafenbehörde an, die ihrer Ansicht nach versucht, sie und andere Bewohner von Booten im Yachthafen zu vertreiben.
Ihr Boot, die „Claudine“, gehört einer 71-jährigen Frau aus Asturien, die seit 1990 auf den Kanarischen Inseln lebt und früher als Lkw-Fahrerin gearbeitet hat.
Nach Jahren des Umherziehens und der Wohnungslosigkeit, die sie nach dem Tod ihres Sohnes im Jahr 2012 erlitt, kam sie hierher. Ihre Rente reicht nicht einmal für eine Mietwohnung, geschweige denn für einen Kauf.
„Die Wohnsituation hier ist katastrophal – Und nicht nur die Wohnsituation, sondern auch die Arbeitslosigkeit.
Mit Anfang zwanzig und ohne Berufserfahrung wird man nicht eingestellt – Mit 50 hat man zwar Erfahrung, aber man ist angeblich zu alt. …..

….. Was ist die Lösung ?“, klagt sie, bevor sie die Hafenbehörde beschuldigt, die Bewohner ihrer Schiffe zu schikanieren.
„Sie setzen uns seit 2023 unter Druck, aber 2024 haben sie es richtig krachen lassen und versuchen uns alles wegzunehmen, was wir besitzen, sagt sie.
Die Hafenbehörde hingegen beteuert, dass die Räumung nicht auf die Nutzung des Bootes als Wohnung zurückzuführen sei, sondern auf dessen mangelnde Wartung, Hygiene, Schwimmfähigkeit und Sicherheit.
Bild Quelle: canarias7-es