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Neue Kunststoffsteuer in Spanien

Ab 2023 wird die spanische Regierung neue Steuern auf Kunststoffe einführen, die darauf abzielen, Einwegkunststoffe zu begrenzen und die Abfallerzeugung auf Deponien bis zu 70 Prozent zu reduzieren.

Aber was beinhaltet diese Steuer genau, wie wird sie begründet und wie wird sie sich auf die Kunden in Spanien auswirken ?

Unternehmen, die nicht wiederverwendbares Plastik verwenden, werden zudem gesetzlich verpflichtet, eine zusätzliche Steuer von 44 Cent pro Kilogramm Verpackungsmaterial zu zahlen. Deponien und Verbrennungsanlagen werden mit dieser neuen Steuer belastet, die zwischen 1,50 € und 40 € pro Tonne liegen könnte.

Dieses Steuergesetz schreibt vor, dass Lebensmittelläden ab einer Größe von 400 Quadratmetern 20 Prozent ihrer Verkaufsfläche für Produkte ohne Kunststoffverpackung verwenden müssen.

Besonders hart trifft dieser Schritt vermutlich Supermärkte, die einen Großteil ihrer Produkte in Plastik verpacken.

Ausgebaut wird auch die Sammlung von Bioabfällen aus Haushalten für Städte mit mehr als 5.000 Einwohnern sowie ab 2025 von Textilabfällen, Altspeisefetten, gefährlichen Haushaltsabfällen, Sperrmüll und Elektrogeräten.

Wie wirkt sich das auf die Kunden aus ?

Wie Sie vielleicht schon erraten haben, wird sich dies direkt auf die Käufer auswirken, da die Kosten wahrscheinlich an die Verbraucher weitergegeben werden und die Preise mal wieder steigen werden…..

 

Bild Quelle: cdm archiv

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Dies geschieht am Ende eines Jahres oder bei rekordverdächtigen Inflationsniveaus in Spanien und ganz Europa, wobei die Kaufkraft der Verbraucher für Supermarktwaren besonders stark betroffen ist.

Obwohl die Inflation in den letzten Wochen etwas nachgelassen hat und Spaniens IPC (Verbraucherpreisindex) unter anderen großen europäischen Volkswirtschaften liegt, wird der Preisanstieg als Nebenprodukt der neuen Plastiksteuern die Spanier wahrscheinlich hart treffen…..