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Barcelona platzt aus allen Nähten
- ND-es PUBLICO
- Tourismus
Jeden Tag treffen sich einige Bewohner Barcelonas in der Nähe Sagrada Familia, an der „Plaça Gaudí“, um Domino zu spielen.
Diese Menschen haben ihr ganzes Leben dort verbracht,
besitzen eine Wohnung nur wenige Meter von der Basilika entfernt und haben hundert Meter von der Ikone Barcelonas entfernt, in einer kleinen Ecke, versteckt vor Touristen, einen von Touristen unbemerkten Zufluchtsort gefunden.
Mittlerweile haben sich die Anwohner daran gewöhnt, dass sie in den Supermärkten um die Ecke nicht mehr einkaufen können, weil sie dort Barcelona-Magnete und andere Souvenirs für Touristen verkaufen, aber vor allem, weil die Preise dort enorm hoch sind.
Sie wissen auch, dass sie mehrere Häuserinseln durchqueren müssen, um ein gutes Restaurant zu finden, das nicht nur auf Touristen ausgelegt ist und in dem es halbwegs zivile Preise gibt.
„Unser Viertel wird von Tag zu Tag teurer und schmutziger“, sagen sie.
Jeden Tag kommen mehr Touristen hierher , und im Laufe der Jahre haben die Bewohner ihr Leben notgedrungen daran angepasst – Sie meiden Restaurants, Geschäfte und vor allem überfüllte Straßen, in denen man nicht einmal mehr ganz normal laufen kann.
Ihnen ist klar, dass das Viertel nicht mehr ihnen gehört; „es gehört den Touristen“ – Kurz gesagt, die Überfüllung, der „Overtourism“ hat ihr Leben schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich gemacht.
Wobei die Zahl der Besucher permanent ansteigt – Im vergangenen Jahr besuchten die Basilika fast 5 Millionen Menschen – Ein historischer Rekord.
Um ein besseres Zusammenleben zu erreichen, hat der Stadtrat von Barcelona im August dieses Jahres neue Maßnahmen im Rahmen eines Aktionsplans für die stark frequentierte Zone der „Sagrada Familia“ beschlossen. …..

….. Dieser wurde gemeinsam mit verschiedensten „Organisationen“ UND „Anwohnern“ entwickelt.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die operative Verstärkung von Dienstleistungen und Einrichtungen sowie eine verstärkte Präsenz der Stadtpolizei und der Angestellten, welche in diversen Reinigungsdiensten beschäftigt sind.
Doch die Realität weicht von der Theorie ab – Die Anwohner des Viertels berichten, dass die Straßen „schmutziger denn je“ seien, und von einer grundsätzlichen Verbesserung der Problematik so rein gar nichts zu spüren sei.
Der Stadtrat versichert hingegen, dass die meisten Maßnahmen bereits umgesetzt seien.
Aber zeichnet sich tatsächlich eine Veränderung ab? – Haben sich die Lebensbedingungen für die Bewohner des Viertels verbessert? …..Fragen auf deren Antwort man wohl noch wird warten müssen….. – So die spanische Presse.
Bild Quelle: publico-es