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Neue Wohnungen "JA" - Mehr Touristenunterkünfte "NEIN"
- ND-es MALLORCADIARIO
- Tourismus
Das vorübergehende Verbot, neue Betten für Touristen zu errichten, gilt weiterhin und zwar für Mallorca aber auch für die umliegenden Inseln.
Die Balearenregierung arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, den „Overtourism“ auf dem spanischen Archipel unter Kontrolle zu bringen.
„Wir plädieren ganz klar für eine „Eindämmung“, nicht für eine „Verringerung“, sagte Präsidentin Marga Prohens vor einigen Tagen gegenüber der Presse.
Über die maximal zulässige Bettenzahl pro Insel beraten aktuell die Inselräte noch.
So wurden z. B. strengere Maßnahmen hinsichtlich illegaler Touristenunterkünfte vorgeschlagen, darunter Strafen von bis zu 500.000 Euro.
Laut dem Statistikinstitut der Balearen ist die Zahl der Touristen, die sich für den Aufenthalt in illegal vermieteten Zweitwohnungen statt in Hotels oder lizenzierten Ferienunterkünften entscheiden, in den letzten 5 Jahren um 25 % gestiegen.
Eine Erhöhung der Kurtaxe wird jedoch momentan nicht in Erwägung gezogen.
Prohens sagte, sie verteidige „das allgemeine Interesse“ auf den Inseln, da Inselbewohner schon seit geraumer Zeit unter einer schweren Wohnraum-Krise zu leiden haben.
Um den Zustrom an Einwanderern bewältigen zu können, muss der Wohnungsbestand auf den Balearen bis 2040 um 93.800 bis 230.400 Wohneinheiten erhöht werden – So eine Aussage in einem aktuellen Bericht des balearischen Statistikinstituts. …..

….. 37 Organisationen von den Balearen nahmen Anfang April an den landesweiten Protesten teil, bei denen Hunderttausende Menschen
forderten, dass Wohnraum in Spanien als Menschenrecht und nicht als Ware behandelt wird.
Mallorcas Gastronomie ist bereits gefährdet. Restaurant- und Nachtclubbesitzer befürchten, in der Ferienzeit nicht genügend Personal zu haben.
Die Mitarbeiter finden keine Unterkunft, und die vorhandenen Mietobjekte werden zu Höchstpreisen vermietet.
Bild Quelle: mallorcadiario-es