Spanien Nachrichten
Ärzte in Spanien arbeiten "Doppelt" so lang !
- ND-es CADENASER
- Gesundheitswesen
Madrid: Am vergangenen Freitag veröffentlichte der spanische Nachrichtendienst „El País“ einen Leserbrief, dessen Titel bereits den anklagenden Tonfall erahnen ließ…..
„Wir wollen einfach nur Ärzte sein.“ Der von „Laura Castro“, einer Gynäkologin des andalusischen Gesundheitsdienstes (SAS), unterzeichnete Text betonte: „Wir wollen unseren Patientinnen nicht schaden – Sie sind unsere Motivation.“
Gleichzeitig warnt der Text davor, dass Angehörige der Gesundheitsberufe „keine Superhelden sind und es auch nicht sein wollen“ – Der Brief schloss mit der eindringlichen Aussage: „Wir können das nicht länger hinnehmen.“
Die regulären Arbeitszeiten des Personals sind Montag bis Freitag von 8:00 bis 15:00 Uhr. In der Regel werden diese Zeiten jedoch durch zusätzliche Stunden für Nachmittagssprechstunden, operative Eingriffe oder
diagnostische Tests deutlich erhöht.
Zusätzlich zu diesen Zeiten gibt es die üblichen Bereitschaftsdienste, die an Wochentagen bis zu 17 Stunden am Stück dauern können und an Wochenenden und Feiertagen sogar ganztägig (24 Std.) sind.
In Fachbereichen wie der „Gynäkologie“ können vier bis sechs Bereitschaftsdienste pro Monat anfallen – Diese Zahl erhöht sich während der Urlaubszeiten, wenn die Abwesenheit des Personals kompensiert werden muss. …..

….. Nun fordern „Medizinische Berufsverbände“ nachdrücklich unter anderem eine Reduzierung der durchgehenden Arbeitszeit und eine Neuorganisation der Bereitschaftsdienste, um angemessene Ruhezeiten zu gewährleisten.
Sie kritisieren darüber hinaus, dass Bereitschaftsdienste zwar einkommensteuerpflichtig sind, aber nicht in die Sozialversicherungsbeiträge einfließen und somit nicht für die Renten- oder sonstige Leistungen angerechnet werden.
Darüber hinaus ist die Vergütung für Bereitschaftsdienste niedriger als der reguläre Ärzte-Stundensatz.
Bild Quelle: cadenaser-es