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"Entlassungen völlig unverhältnismäßig" - ALCAMPO

Die geplanten Entlassungen und Schließungen bei Alcampo bestätigen einen Wandel in der Branche – Weniger Hypermärkte und wieder mehr Tante-Emma-Läden.

„Alcampo“ will 25 Supermärkte schließen und 710 Mitarbeiter entlassen – Kastilien und León, Madrid sowie Aragon sind die am stärksten betroffenen Regionen.

Die Gewerkschaft hat nun Maßnahmen erarbeitet, welche Alcampo freiwillige Entlassungen, die Verlagerung der Arbeitnehmer in andere Filialen sowie eine Erhöhung der Abfindungen, vorschlagen.

Im Moment gibt es von Seiten des Unternehmens dazu „Keinen Kommentar“.

Die Gewerkschaft hat jedoch die vom Unternehmen angeführten „Dezimierungs-Gründe“ infrage gestellt und ist der Ansicht, dass das Vorgehen des Unternehmens – 710 Entlassungen – „völlig unverhältnismäßig“ sei.

In diesem Sinne fordert sie eine detailliertere Analyse der von Alcampo vorgelegten Unterlagen, um eine endgültige Position zu dieser Angelegenheit einnehmen zu können.

Kürzungen in 152 Betrieben in 12 autonomen Regionen sind ebenfalls vorgesehen.

Wobei Alcampo derzeit nur einen leichten Umsatz-Rückgang registriert.

Wie ist also die genaue „Wirtschaftliche“ Situation bei Alcampo ?

Mutterkonzern „Auchan“

„Auchan“ ist ein französischer multinationaler Einzelhandelskonzern mit Hauptsitz in Croix, Frankreich und beschäftigt 354.851 Mitarbeiter, von denen 261.000 5 % der Anteile am Unternehmen halten – Der 35. größte Arbeitgeber der Welt. …..

 

 

….. Spanien ist nach Frankreich der zweitgrößte Markt für „Auchan“, was den Umsatz angeht.

In seinem jüngsten „Bericht hinsichtlich der sozialen Verantwortung und Tätigkeit des Unternehmens 2024“, der am 8. April dieses Jahres veröffentlicht wurde, meldete das Unternehmen einen Umsatz in Spanien von etwa 5 Milliarden Euro (2024), nur minimal weniger als im Vergleich zum Vorjahr.

Darüber hinaus hat das Unternehmen noch gar nicht vor allzu langer Zeit heftig investiert – 117 Millionen Euro für die Eröffnung und Renovierung von 26 Supermärkten und drei Hypermärkten.

Bild Quelle: lainformacion-es