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Geht Spanien ins Risiko ?
- ND-es ELDIARIO
- Wirtschaft
Tausende von Mitarbeitern und eine millionenschwere, aber wichtige Frage: Was riskieren spanische Unternehmen momentan in Venezuela ?
Die Regierung steht in „ständigem Kontakt“ mit rund 60 spanischen Unternehmen, die in Venezuela tätig sind; darunter ist „Repsol“, das Unternehmen mit dem größten Engagement in dem Land, sowie Telefónica, „BBVA“ und „Mapfre“.
Die kritische wirtschaftliche und politische Lage, in der sich das Land seit Jahrzehnten befindet, hat zu einem deutlichen Abwandern von Unternehmen geführt, obwohl mehrere der größten Unternehmen im Ibex dort Tausende von Mitarbeitern beschäftigen.
Am letzten Dienstag erklärte Wirtschaftsminister „Carlos Cuerpo“ auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Ministerratssitzung, die Regierung stehe in ständigem Kontakt mit rund 60 spanischen Unternehmen mit Niederlassungen in Venezuela.
Bislang seien keine nennenswerten Auswirkungen der US-Intervention im Land festgestellt worden. „Cuerpo“ betonte, er werde die Situation
weiterhin genau beobachten und die Unternehmen jederzeit unterstützen.
Der spanische multinationale Konzern „Repsol“, welcher am stärksten betroffen ist, operiert in dem Sektor, in den Donald Trump von Anfang an eingreifen wollte.
Der US-Präsident möchte amerikanische Unternehmen in den Wiederaufbau der veralteten venezolanischen Ölindustrie einbinden, der seiner Aussage nach etwa 18 Monate dauern wird – ein Zeitraum, den Branchenexperten für höchst unrealistisch halten. …..

….. Repsol, Spaniens führender Ölkonzern, ist seit 1993 in Venezuela präsent und hält dort ein Eigenkapital von 330 Millionen Euro, während er dem staatlichen Ölkonzern PDVSA 359 Millionen Euro schuldet (iimer noch).
Nachdem Repsol seine Produktion in Venezuela mehrere Jahre
lang gesteigert hatte, wurden dem spanischen Unternehmen im März letzten Jahres – wie auch anderen internationalen Ölkonzernen – von Washington die Ölförderlizenzen entzogen.
Wobei US-Präsident Trump die Genehmigung für den Rohölexport aus Venezuela bereits ausgesetzt hat.
Bild Quelle: eldiario-es