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"Telefonica-Spanien" plant Dividenden-Ausschüttung zu reduzieren

Telefónica-Spanien erwägt derzeit eine Dividendenkürzung in den neuen strategischen Plan aufzunehmen, den das Unternehmen am kommenden
Dienstag, dem 4. November, vorstellen wird.

Mit dieser Maßnahme will Telefónica seine Bilanz stärken, Liquidität für die Anleger schaffen und ein Bekenntnis zu finanzieller Disziplin demonstrieren.

Gleichzeitig soll das Unternehmen eine stärkere Angleichung an die Dividendenausschüttungen anderer börsennotierter Telekommunikationsunternehmen erreichen. Das Dividendenrenditeziel liegt aktuell bei 6,6 % für dieses und nächstes Jahr.

Laut Bloomberg, die sich auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft, plant Telefónica, diese bis 2026 auf 5,2 % zu senken.

Dieser Plan basiert auf internen Berechnungen und wurde mit den Hauptaktionären, darunter dem spanischen Staat (vertreten durch die SEPI), dem saudischen Betreiber STC und CriteriaCaixa, besprochen.

Nach dieser Nachricht fielen die Aktien von Telefónica gestern (am 31.10. bis 10:00 Uhr) um rund 2,5 % und gehörten damit zu den schwächsten Werten im Ibex 35 an einem Tag, an dem der spanische Leitindex leichte Gewinne verzeichnete.

Im europäischen Telekommunikationssektor gaben die Aktien des französischen Unternehmens Orange um 0,5 % nach, während die Aktien von Telecom Italia um 0,5 % stiegen.

Die Deutsche Telekom, die einen bedeutenden Teil ihres Geschäfts in den USA abwickelt, verlor 1,8 %. …..

….. Großzügige Dividendenausschüttungen waren über weite Strecken der hundertjährigen Geschichte von Telefónica ein Markenzeichen, daher stellt diese Entscheidung einen Bruch mit der Tradition dar.

In den letzten drei Jahrzehnten wurden die Aktionärsausschüttungen jedoch nur dreimal reduziert: 1998 durch eine Kürzung, 2012 durch eine einjährige Aussetzung und 2020 durch eine vorübergehende Reduzierung – letztere auf dem Höhepunkt der Pandemie.

Bild Quelle: elconfidencial-es