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Spaniens "Taschendieb-Jäger"

Das wachsende Gefühl der Unsicherheit in Spanien hat in Sevilla zu einer ungewöhnlichen Situation geführt. „Francisco Sánchez“, ein Rentner, ansässig in Sevilla, ist in den sozialen Medien zu einer beliebten Figur geworden.

Und zwar seit er die Aufgabe übernommen hat, in den Straßen der Altstadt von Sevilla zu patrouillieren und gegen Taschendiebe – meist Nordafrikaner – vorzugehen.

„Francisco“ behauptet, er habe genug von den fehlenden institutionellen Maßnahmen, hinsichtlich Kriminalität.

Die Kriminellen hätten nun „Angst“ vor ihm – Seinen Worten zufolge trauen sich Diebe nicht mehr in bestimmte Bereiche der Innenstadt, „weil sie denken, ich würde sie umbringen“. Er behauptet zudem auch, einen dieser Kriminellen sogar in den Fluss geworfen zu haben – „Ich habe ihnen Todesangst eingejagt (…).

Sie lachen über den Richter, den Staatsanwalt und die Polizei, aber über mich lachen sie nicht.“

Darüber hinaus teilt er mit, dass er die Täter „anzeige“, aber passieren tut aufgrund dessen ja sowieso nur nichts. …..

….. Man fragte ihn ob er Angst vor den Kriminellen habe, und seine Antwort war entschieden: „Ich habe vor niemandem Angst und vor diesen Dieben schon gleich gar nicht“.

Der Fall „Francisco Sánchez“ spiegelt die derzeit wachsende Frustration der Öffentlichkeit über die vermeintliche Straflosigkeit bei geringfügigen Straftaten und den Mangel an Ressourcen zu deren Bekämpfung wider.

Bild Quelle: esdiario-es