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Unterwasser Katastrophe

Eine Katastrophe unter Wasser: Tausende von hochwertigen Seebarschen verenden in einer Fischfarm auf den Kanarischen Inseln.

Auf Gran Canaria wurden 12 Strände wegen der höchsten jemals in der Aquakulturindustrie der Insel verzeichneten Fisch-Sterblichkeitsrate geschlossen; die Verluste belaufen sich auf über 15 Millionen Euro.

Das Bild des mit Fett verschmutzten und nach Verwesung riechenden Meeres, das wochenlang die Strände von „Melenara“ und „Salinetas“ auf Gran Canaria heimsuchte, war keine einfache Oberflächenverschmutzung.
Mittlerweile sind 12 Strände der Insel (während der zur Zeit immer noch andauernden Saison) betroffen.

Hinter dem Gestank und dem öligen Schaum verbirgt sich eine stille Tragödie, die nun von der Staatsanwaltschaft Las Palmas untersucht wird: das Massensterben Tausender großer Wolfsbarsche in den Käfigen von „Aquanaria“, einem führenden Produzenten von Premium-Wolfsbarsch für die europäische Haute Cuisine.

Das Unternehmen macht die Stadtverwaltung für das Versagen bei der Instandhaltung eines Unterwasserabflussrohrs verantwortlich.

Die Kanarischen Inseln produzieren jährlich rund 3.200 Tonnen Wolfsbarsch und Goldbrasse. „Aquanaria“, unterstützt vom MCH Private Equity Fund IV, exportiert mehr als 60 % seiner Produktion.

Alles begann am 3. Oktober, als ein Fischer die Techniker von „Aquanaria“ auf einen chemisch aussehenden Fleck in der Nähe des „Telde-Abflussrohrs“ aufmerksam machte. …..

….. Innerhalb weniger Stunden bemerkten die Verantwortlichen der Fischfarm eine plötzliche Verhaltensänderung der Fische, zudem starben sie in relativ kurzer Zeit zu Hauf.

Das Unternehmen schätzt den Schaden derzeit allein für den Verlust von Fischen in handelsüblicher Größe auf über 15 Millionen Euro, ohne die Kosten für Bergung, Transport und Abfallbehandlung oder die Auswirkungen auf seinen internationalen Ruf einzubeziehen.

Wobei die Folgen der Ölverschmutzung und der verwesenden Fische weit über Telde hinaus reichen.

Bild Quelle: vozpopuli-es