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Waldbrände verseuchen Mineralwasser ?!

Die Umweltbehörden haben die „Kontamination“ mehrerer Grundwasserleiter in der Provinz León infolge der Waldbrände im August vor kurzem bestätigt.

Diese Katastrophe verwüstete Tausende Hektar Wald und beeinträchtigte die Wasserökosysteme der Region schwer.

Vorläufige Untersuchungen von Technikern der „Duero River Basin Authority“ zeigen einen besorgniserregenden Anstieg von Schwermetallen, Asche und organischen Verbindungen im Grundwasser, wodurch sowohl die menschliche Wasserversorgung als auch die lokale Biodiversität gefährdet sind.

Laut Experten führten die Brände zum Verlust der Vegetationsdecke, die normalerweise als natürlicher Wasserfilter dient.

Ohne diesen Schutz spülten die nachfolgenden Regenfälle Asche, Verbrennungsrückstände und bei den Löscharbeiten eingesetzte Chemikalien in den Untergrund und drangen in die Grundwasserleiter ein.

Der Bericht warnt zudem davor, dass die Auswirkungen auf die Grundwasserleiter nicht unmittelbar eintreten, da sie von der Grundwasserneubildung durch ergiebige Regenfälle und deren anschließender Versickerung in den Untergrund abhängen.

Umweltschützer halten die Risiken jedoch für so gravierend, dass Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die kommerzielle Nutzung dieser Gewässer, erforderlich sind. …..

….. In diesem Zusammenhang kritisierten sie die Reaktion der Generaldirektion für Bergbau, die sich weigerte, ein Verfahren zur Überprüfung der Mineralwasserqualität in den betroffenen Gebieten einzuleiten.

Die regionale Behörde argumentierte, es bestehe „keine rechtliche Verpflichtung dazu“, ebenso wenig wie zur vorläufigen Aussetzung
der bereits erteilten Mineralwasserbezeichnungen.

Bild Quelle: ecoticias-es