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Wasserverschmutzung durch Nitrate nimmt weiter zu

Die Wasserverschmutzung durch Nitrate aus der Landwirtschaft und Viehhaltung nimmt in Spanien zu und verschärft so die Dürreproblematik.

Der jüngste Bericht der Junta de Andalucía zeigt einen Anstieg der Toxizität im Guadiana-, Guadalquivir- und Mittelmeerbecken aufgrund der mangelhaften Anwendung der EU-Richtlinie zur Kontrolle dieser Chemikalie.

Es gibt immer weniger Wasser, in vielen Becken sind die Sumpfgebiete aufgrund der anhaltenden Dürre auf ein Minimum reduziert, und was die Sache noch schlimmer macht: Ein Teil der Reserven, sowohl unter der Erde als auch an der Oberfläche, weist hohe Nitratdosen auf – Dieses Wasser kann in keinster Weise mehr genutzt werden.

Diese durch intensive Landwirtschaft und Viehhaltung verursachte Verschmutzung lässt in Spanien keineswegs nach, sondern nimmt zu.

Der Gerichtshof der Europäischen Union ermittelt seit geraumer Zeit wegen Nichteinhaltung der Gemeinschaftsrichtlinie, bezüglich ezwaiger Nitrat Vorkommen.

Nitrate und organische Stickstoffverbindungen aus landwirtschaftlichen Düngemitteln und Viehmist gelangen durch Auswaschung ins Grundwasser und in Oberflächengewässer.

Wobei Stickstoff  das Wachstum von Pflanzen aller Art begünstigt. …..

….. In hohen Konzentrationen ist er jedoch schädlich für Mensch und Umwelt – Ab einem Wert von 50 Milligramm pro Liter gilt das Wasser als nicht mehr trinkbar.

Die neuesten Daten des Ministeriums für ökologischen Wandel und demografische Herausforderung, welche im Jahr 2022 veröffentlicht wurden, zeigen, dass das hohe Vorkommen von Nitraten 22 % der Oberflächenwassermassen und 23 % des Grundwassers in Spanien belasten – Eine Kontamination, die laut Greenpeace, um 10 % auf mittlerweile 51,5 % angestiegen ist. Im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2014 und 2019.

Die Kommission verklagte Spanien vor dem EU-Gerichtshof daraufhin – Grund:  Spanien habe keine ausreichenden Maßnahmen gegen die Nitratverschmutzung ergriffen – Der derzeitige Status des Verfahrens ist momentan noch unbekannt.

Bild Quelle: publico/es