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Wildtiere oder Tourismus ?

Umweltschützer und Anwohner des Manzanares-Flusses gehen auf die Straße, sie fordern die Flussbeleuchtung abzuschalten.

So befinden sie sich in einem Konflikt mit dem Stadtrat hinsichtlich eines halben Kilometer langen Abschnitts mit Scheinwerfern, die das Leben der im Flussbett des „Manzanares“ lebenden Arten beeinträchtigen.

Sie repräsentieren fast zwanzig Nachbarschaftsinitiativen und Umweltaktivisten, darunter „Ecologistas en Acción“ und „SEO Birdlife“

Sie befürchten, dass die Installation ausschließlich dazu dient, Touristen anzulocken und Flora und Fauna des Flusses schädigen könnte.

Im Juni dieses Jahres reichte die Umweltorganisation „Ecologists in Action“ gegen das Gutachten von 80 Wissenschaftlern führender Forschungseinrichtungen des Landes Klage ein.

Aus diesem Gutachten ging hervor, dass weder Flora noch Fauna durch das Scheinwerferlicht zu Schaden kommen.

Es handelt sich um 61 LED-Scheinwerfer, die entlang eines 560 Meter langen Abschnitts in der Nähe von „Damm 6“ zwischen den Stadtteilen „Arganzuela“ und „Latina“ verteilt sind.

Sie können Farbe und Helligkeit verändern und ermöglichen so saisonale Lichtinstallationen sowie dynamische audiovisuelle Shows.

Laut Stadtverwaltung sollen die Scheinwerfer „diesen Stadtteil verschönern und sicherer machen“.

„Wir sind grundsätzlich nicht gegen eine bessere Beleuchtung, aber die Lichter sollten auf die Gehwege gerichtet sein, nicht auf das Wasser“, sagt „Susana de la Higuera“, Vorsitzende der Anwohnervereinigung Pasillo Verde Imperial. …..

….. „Kein Anwohner hat diese Beleuchtung gefordert; wir halten sie für rein dekorativ und gehen davon aus, dass sie nur dazu dient, Touristen anzulocken und zu keinem Zeitpunkt für die Anwohner gedacht war.“

„Was soll das, Enten und Teichhühner in der Nacht ständig mit Scheinwerfern zu beleuchten ?“

„Damit sie bloß nicht einschlafen ?“

Bild Quelle: elconfidencial-es