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Zahl der angegebenen Vergewaltigungen völlig falsch
- ND-es NEWTRAL
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Die Zahl der gemeldeten Vergewaltigungen von Frauen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen.
Insbesondere die bekannten Fälle von sexueller Nötigung mit Penetration haben sich laut Daten des Kriminalstatistikportals des Innenministeriums in den zehn Jahren zwischen 2014 und 2024 um mehr als 220 % erhöht.
Doch mittlerweile ist es üblich geworden, dass sowohl Politiker als auch Nutzer sozialer Medien Zahlen präsentieren, die nicht der Realität entsprechen.
So behauptete beispielsweise Oppositionsführer „Alberto Núñez Feijóo“ (PP) auf einer Kundgebung am 4. Dezember 2025, die Zahl der Vergewaltigungen in Spanien sei seit 2018, dem Jahr der Amtseinführung von Pedro Sánchez als Ministerpräsident, um 227 % gestiegen.
Ähnlich verhielt es sich mit „Santiago Abascal“, dem Präsidenten von Vox, der auf einer Pressekonferenz am 14. Juli erklärte, die Zahl der Vergewaltigungen habe seit dem Machtantritt der PSOE um 250 % zugenommen.
Kürzlich verbreitete sich ein Beitrag in den sozialen Medien rasant und erzielte rund 6.000 Interaktionen.
Darin wird behauptet, dass sexuelle Übergriffe mit Penetration zwischen 2017 und 2024 um 317 % zugenommen hätten – Einen Tag später legte der Vox-Kandidat in Extremadura, „Óscar Fernández“, noch einen drauf und erklärte, dass die Zahl der Vergewaltigungen seit dem Amtsantritt von Pedro Sánchez um 460 % gestiegen sei.
….. Alle diese Zahlen sind falsch.
Tatsächlich stiegen die bekannten Fälle von sexueller Nötigung mit Penetration – gemeinhin als „Vergewaltigung“ bezeichnet – zwischen 2018 und 2024 um 90 % – Daher liegen die wahren Zahlen weit unter den von „Feijóo“ und „Abascal“ genannten oder den von einigen reichweitenstarken Social-Media-Profilen veröffentlichten Zahlen.
In vielen Fällen beruht der Fehler, den Politiker und Propagandisten begehen, um diesen Anstieg der Verstöße zu verfälschen – ob absichtlich oder nicht –, auf den Daten, die in den vierteljährlichen Sicherheitsberichten des Innenministeriums erscheinen.
Bild Quelle: newtral-es
